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 Fr. 16.5.03      

19.30 Uhr
Hofkunst und Altarzier - Französische Maleremails unter Mikroskop und Röntgenstrahl

Reihe "Chemie der Kunst" der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), des Hahn-Meitner-Instituts (HMI) Berlin und des Rathgen-Forschungslabor SMB.

Maleremails stellen ein wichtiges Genre des französischen Kunstgewerbes zwischen dem späten 15. und 17. Jahrhundert dar. Diese Maleremails mit Motiven aus sakralen oder mythologischen Themenkreisen wurden zu dieser Zeit in Limoges durch farbige Glasflüsse auf Kupfertafeln angefertigt. Da das Verfahren bekannt war, wurden während des Historismus im 19. Jahrhundert auch Nacharbeiten und Fälschungen hergestellt. Frau Dr. Heike Stege vom Dörner-Institut in München wird in ihrem Vortrag an konkreten Beispiele präsentieren, wie sich originale Maleremails von späteren Kopien unterscheiden lassen. In einer interdisziplinären Kooperation zwischen Kunsthistorikern und Naturwissenschaftlern wurden die Emailflüsse mit Hilfe der Röntgenstrahlung untersucht. Dabei konnte die zeittypische Verwendung bestimmter Materialien zur Datierung herangezogen werden und somit die Fälschung vom Original geschieden werden.

Heike Heike Stege
(Doerner-Institut, Bayerische Staatsgemäldesammlungen)
 

  : Kunstgewerbemuseum Berlin Staatliche Museen zu Berlin  
     


 
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