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 Fr. 27.6.03      

19.30 Uhr
Den Fälschern auf der Spur - Mit Radioaktivität!

Reihe "Chemie der Kunst" der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), des Hahn-Meitner-Instituts (HMI) Berlin und des Rathgen-Forschungslabor SMB.

Fälschungen treten in zahlreichen Varianten auf, z. B. als Imitation eines authentischen Stücks oder als minderwertige Nachahmung eines kostbaren Gegenstands. Bei Kunstgegenständen und Antiquitäten kann man Fälschungen vielfach nur mit einer Doppelstrategie auf die Spur kommen. Neben einer Begutachtung durch Experten der Kunstgeschichte, Archäologie usw., führt man in vielen Fällen eine Laboruntersuchung mit eigens entwickelten Methoden der chemischen und physikalischen Analyse durch. So kann man mit materialwissenschaftlichen Methoden vielfach Fertigungsverfahren oder Materialbestandteile erkennen, die beispielsweise zur deklarierten Entstehungszeit des Objekts nicht oder noch nicht verfügbar waren. So wurden bei der Untersuchung einer Kollektion antiker Kupfermünzen mit Hilfe der Radioanalytik einige Stücke gefunden, die aus hochreinem Metall bestanden, wie es nur mit modernen elektrochemischen Verfahren herstellbar ist. Andererseits können durch stilistische Untersuchungen vielfach Zuordnungen etwa zu bestimmten Künstlern oder Werkstätten, Ateliers, Schulen festgestellt bzw. ausgeschlossen werden. Herr Christian Segebade, Wissenschaftler an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wird in seinem Vortrag an einigen anschaulichen Beispielen zeigen, wie unter Ausnutzung des Effektes der Radioaktivität Fälschungen entlarvt werden und somit gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Natur- und Kunstwissenschaft zum Erfolg führ

Ing. (grad.) Christian Segebade
(BAM - I.43)
 

  : Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung  
     


 
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